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Geheimakte Stufenpromenade in Duisburg

Newsticker Nordrhein-Westfalen 12.11.2019, Bärbel Hildebrand

Das Schicksal der Stufenpromenade im Duisburger Innenhafen könnte in die letzte Runde gehen:

Nach Medienberichten will der Investor der Stadt das Grundstück hinter der Stufenpromenade abkaufen und bebauen, quasi auf eigenes Risiko. Für die Steuerzahler in Duisburg könnte das bedeuten, dass sie einen millionenschweren Klotz am Bein samt aller Unwägbarkeiten endlich los wären.
Folgendes berichten die Medien: Der Investor kauft das Grundstück, zahlt jedoch nicht die eigentlich möglichen 6,5 Millionen Euro, sondern nur eine Million Euro. Der Grund dafür: Er übernimmt die Kampfmittelsuche und die Errichtung von Bohrpfählen, auf die das Gebäude „The Curve“ gestellt werden soll. Zudem verlangt er 500.000 Euro als Risikopauschale, verpflichtet sich aber auch, den Bau fertigzustellen. Die Alternative für die Stadt Duisburg wäre, das Projekt „The Curve“ ergebnislos abzubrechen.
Der BdSt NRW fragte bei der Stadt Duisburg nach, um zu erfahren, ob die in den Medien genannten Zahlen richtig sind, was der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 30. September entschieden hat und welche Alternativen die Stadt sieht. In ihrer Antwort bat die Stadt um Verständnis, „dass wir nicht-öffentliche Vorlagen grundsätzlich nicht kommentieren“. Dazu gibt es nur eines zu sagen: Nein, der BdSt NRW hat kein Verständnis, dass die Politiker in Duisburg hinter verschlossenen Türen über ein Projekt sprechen, das einmal als Leuchtturm für den Innenhafen geplant war, aber seit zehn Jahren ein einziger Schandfleck ist und Millionen von Steuereuro verschlungen hat. Dass die Duisburger Bürger jetzt noch nicht einmal offiziell erfahren dürfen, wie und zu welchen Kosten es mit der Stufenpromenade weitergeht, ist ein politisches Armutszeugnis sondergleichen.

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